15 Jan

UNI GOES UNO

Lena Ahlers ist 22, studiert Europastudien an der TU Chemnitz und – sie ist Delegierte in der UNO! Na ja, fast. Genauer gesagt: Delegierte im NMUN. In New York hat sie bald die Gelegenheit, Namibia zu vertreten.

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Copyright: TU Chemnitz

Das National Model United Nations (NMUN) ist eine Simulation der UNO, bei dem Studenten aus aller Welt in die Rolle verschiedener Länder schlüpfen, um dann – ganz wie echte Politiker – zu diskutieren und Resolutionen zu verabschieden.

Lena Ahlers ist nur eine von 19 Studenten der TU Chemnitz, die in diesem Jahr nach New York reisen – es ist die größte Delegation, die jemals von dort ausgesandt wurde.

Für Chemnitz als Studienort hat sich die Niedersächsin vor anderthalb Jahren ganz bewusst entschieden und ihre Wahl nicht bereut. Schließlich könne man nur in Chemnitz Europawissenschaften mit dem Schwerpunkt Ost-Mitteleuropa studieren und die Betreuung durch die Dozenten ist „nicht zu vergleichen mit der meiner Freunde an größeren Unis wie Göttingen oder Münster“, sagt Lena Ahlers. „Natürlich kam mir auch entgegen, dass es in Sachsen keine Studiengebühren gibt.“

Damit sie und ihre Mitstreiter sich optimal auf die Sitzung vorbereiten können, werden sie gut auf die Regeln einer UN-Sitzung vorbereitet. Susanne Günther vom Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Chemnitz unterstützt sie dabei. Und um die Interessen Namibias auch gut vertreten zu können, stehen sowohl Besuche bei deutschen als auch bei namibischen Diplomaten in New York auf dem Programm.

„Die Herausforderung, ein mir fremdes Land zu präsentieren und seine Interessen vor Schülern aus der ganzen Welt zu präsentieren, reizt mich sehr“, erzählt Lena Ahlers über ihre Gründe, sich am NMUN zu beteiligen und im Vorfeld auch schon mal ein Wochenende für die Vorbereitungen zu opfern.

Doch hat eine simulierte UNO-Sitzung von Studenten dann auch Folgen für die Realität? „Alle in der Simulation erarbeiteten Papiere werden an echte UN-Delegierte weitergeleitet. So werden unsere Ideen vermittelt und geben den Diplomaten vielleicht Anregungen für ihre eigenen Sitzungen.“, sagt die 22-Jährige stolz.

Wir drücken ihr die Daumen und sind gespannt darauf, welche Beschlüsse im März getroffen werden.

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  1. Katrin schreibt am 19.01.2010:

    Gute Aktion! Würde mich auf jeden fall interessieren, was daraus geworden ist. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das sich die Politiker davon beeinflussen lassen.

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