Studieneinstieg leicht gemacht.
Der erste Tag eines neuen Lebens beginnt. Man hat die Nacht nicht ganz durchgeschlafen – Was erwartet mich? Welche Leute studieren mit mir zusammen? Wie erhalte ich meinen Stundenplan? Wo ist der Vorlesungsraum? Diese und noch viele weitere Fragen kennt jeder Studienanfänger. An manchen Unis steht man mit seinen Fragen leider alleine auf weiter Flur.
Copyright: Verein Unimentor
Doch nicht an der Universität Magdeburg. Dort gibt es ein Mentorenprogramm an der Fakultät für Informatik, Geistes-, Sozial und Erziehungswissenschaften und Maschinenbau. Mentoren sind dort die Studierenden aus den höheren Fachsemestern. Sie betreuen die Erstsemester, ihre Mentees und stehen ihnen mit Rat und Tat über die ersten zwei Semester hinweg zur Seite. Das Mentoring funktioniert recht simpel:
In der Einführungswoche treffen sich die Mentoren mit den Studienanfängern und beantworten deren Fragen. Dabei können die Mentees Kontakte knüpfen und auf die Erfahrung der Mentoren zurückgreifen. Nach der Einführungswoche finden weitere Treffen zwischen Mentoren und Mentees statt. Auf diesen wird nicht nur über Probleme und Lösungen des Studentenlebens gesprochen, sondern auch ein angenehmes Miteinander gepflegt. Wie und Wann man sich zu einer Prüfung anmelden muss, sind dabei nur einige von vielen Fragen. Die Mentoren verraten Tricks, Kniffe und Fallen des Studentenlebens. Aber auch die Motivation der Erstsemester ist ein wichtiger Bestandteil des Mentorenprogramms. Dabei steht immer der Leitsatz im Mittelpunkt: „Der Mentee, mein Kunde.“
Wie wichtig ist euch die Betreuung durch Studenten höherer Fachsemester?
Würdet ihr ein solches kostenfreies Mentorenprogramm auch in Anspruch nehmen oder spielt die Betreuung, vor allem zu Beginn Eures Studiums, eine nicht so große Rolle bei der Studienwahl?










man muss ja nicht gleich wie ein kunde hofiert werden, aber so ne betreuung am anfang finde ich schon ziemlich gut. aber die uni muss dann auch schon was zu bieten haben.
Ich finde,dass man als Student auch Mal selbständiger werden sollte…
Ich finde diese Initiative sehr sinnvoll, ich denke, dass sich viele Studenten zu Beginn des Studiums allein gelassen fühlen. Gibt es so was auch in Berlin, oder nur in Magdeburg? Wie lange dauert denn solch eine “Betreuung”?
coole Sache…wenn ich in eine neue Stadt kommen würde und da keinen kenne, dann würde ich an sowas schon teilnehmen
aber bin ich einer diesen älteren fachsemester und muss grübeln ob ich dafür die muse hätte jemanden wildfremdes auch noch die hand zu halten.
sicher ist ein fremder nur ein freund, den man nur noch nicht kennt aber manchmal fehlt einfach die zeit dafür. das könnte man vielleicht als tutorenposten ansiedeln, aber da müsste der lehrstuhl wieder mittel bereitstellen.
an und für sich ne gute idee…
Ich glaube so eine Betreuung macht nicht viel Sinn, schließlich lernt man doch vor allem in den ersten Wochen die meisten Leute kennen und knüpft auch Kontakte zu den Leuten aus den höheren Semestern, die den “Kleinen” dann alle möglichen Fragen beantworten können.
Meiner Meinung nach ist ein solches Programm noch ein weiterer Schritt in die ohnehin schon zu verschulte Struktur der Studiengänge.
@Karin: Das beschriebene Programm im Beitrag ist vom Verein “Unimentor” und die Betreuung durch Mentoren ist für die ersten zwei Semester vorgesehen. Das Projekt begann an der Uni Magdeburg und mittlerweile gibt es das auch an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Leipzig. Nähere Informationen dazu findest Du auch auf der Website von Unimentor: http://www.unimentor.de/
Hi zusammen,
bin Vorstand des genannten Vereins und stimme auch den Kritikern zu!
@Leonie: Es ist so, dass man von Studierenden erwarten sollte, dass Sie Eigeninitiative zeigen! Es ist aber leider auch so, dass man gleichzeitig enorme Leistungen was das Studium an sich angeht. Was liegt da näher als die Dinge, die man den Studierenden erleichtern kann, auch zu tun. Anderenfalls gäbe es keine Tutoren, keine Übungen und keine Vorlesungen -> nur Selbststudium.
Ein solches Programm hat weniger etwas mit Selbständigkeit zu tun, da es zumindest bei uns viel intrinsisches Wissen gibt, das man einfach mit der Zeit mitbekommt (oder auch nicht) - gab es den Start einmal, kann jeder machen was er möchte und auch von Anfang an wird bei uns niemand verpfilchtet mitzumachen. Bei Beteiligungszahlen von rund 90% kann man aber wohl schon davon sprechen, dass das Angebot angenommen wird.
@Jens: Das Programm wird daher von älteren Studierenden betreut, da diese auch etwas davon haben: Vor Gruppen sprechen, Teilnahme an Schulungen mit exklusiven Inhalten, Kontakte zu Professoren, die sie auch nutzen können. Eine höhere Stelle wird bei uns auch als Tutor gesehen - dies ist jedoch absoluter Einzelfall und einer sehr guten Arbeitsleistung geschuldet.
@Melissa: Auch in der Arbeitswelt wird man einander vorgestellt und auch dort gibt es Mentoren. Ist damit die Arbeit der Schule näher als die Universität? Des Weiteren machen gerade durch die Betreuung Studierende Dinge, die ihnen sonst nicht möglich wären, da sie ihre Zeit mit “Selbstverständlichkeiten” vergeuden. Es geht darum die Zeit des Studierenden bestmöglich zu nutzen und dazu tragen wir bei.
@Karin: Das kommt darauf an… Ich habe heute noch Kontakt zu meinen Mentees und das ist nun beinahe schon vier Semester her -> dafür werden inzwischen Fragen gestellt, zu deren Erarbeitung ich erst im 6. Semester gekommen bin
Gerne stehen wir für Fragen offen, auch Kritik sehr gerne gesehen.
Finde ich wirklich eine super Idee. Würde ich auch sofort in Anspruch nehmen. So etwas braucht man wirklich mal. Macht weiter so!!!
Ich finds auch cool! So lernt man auch mal die älteren Studenten kennen. Sowas sollte es auch an Schulen geben.
@Fabian Wewers. Lieber Fabian, arbeitet ihr eigentlich schon mit den Campus Spezialisten eurer Uni zusammen? Es wäre doch toll, wenn diese in ihrer schülerVZ-Gruppe für euer Programm werben könnten. So gäbe es von dort aus einen Übergang aus der virtuellen Welt der Uni-MD-Gruppe hin zu euch. Ihr könntet die Studienanfänger dann vor den Toren der realen Uni mit Handschlag begrüssen. Freue mich auf Deine Einschätzung und auch auf die der Campus Spezialisten. Viele Grüße in die Ottostadt.
Danke!
Magdeburg. Auch die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) bietet einen besonderen Service für die Neuen. Seit 2009 heißen die erfahrenen Studis in Magdeburg und Stendal Hochschulscouts und stehen schon vor dem Studium als Ansprechpartner zur Verfügung, außerdem im ersten Semester. Ihren ersten Einsatz hatten sie zu den Bewerbertagen, die es es auch 2010 wieder geben wird. http://www.hochschulscout.de
interessant…hab mich mit sowas bei der studiwahl noch gar nicht beschäftigt