Film ab!
Am 23. April 2009 ist es so weit: Im Rahmen eines Presseevents werden im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums Berlin die ersten zwei Hochschulfilme der Kampagne „Studieren in Fernost“ vorgestellt. Der Regisseur Zoran Bihac wird anwesend sein und den künstlerischen Ansatz darstellen sowie von den Dreharbeiten berichten. Parallel zum Online-Gang der Filme geht auch die Studiensuchmaschine auf dieser Seite und das Kampagnenportal online.

Copyright: Hochschulinitiative Neue Bundesländer
Seitens der ostdeutschen Hochschulen werden Prof. Klaus Erich Pollmann (Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Prof. Hilde Barz-Malfatti (Prorektorin für Marketing der Bauhaus-Universität Weimar) und Prof. Rainer Hampel (Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz) die Sicht der Hochschulen und deren Rolle innerhalb der Kampagne erläutern. Dabei sein werden auch Studierende, die von ihren bisherigen Erfahrungen als Campus Spezialisten erzählen, sowie Vertreter der beteiligten Agenturen und von schülerVZ.
Für die fernöstliche Würze werden die beiden Darsteller der Kampagne, Gang und Dong sorgen, wenn sie in ihrem „Studieren-in-Fernost-Bus“ vorfahren und damit das Bild der Kampagne vervollständigen.










Sicherlich ist mit dieser Kampagne eine Debatte angestoßen, aber bei wem? Ich glaube eher, dass diejenigen, die bereits (in welche Richtung auch immer) “rübergemacht haben”, jetzt diskutieren. Sprich diejenigen, die ihre Erfahrungen bereits hinter sich haben. Die Spots lassen mich aufschrecken, in welcher Art und Weise gerade die Szenen, in denen die “zwei Asiaten als Heimwerker, Rocker, Roboter, Beach Boys oder auch Bruce Lee-Verschnitte (…) an den ostdeutschen Hochschulen keinen Sinn (machen und) (…) an der Realität…” scheitern, gerade die vorhandenen Klischees pointieren, die in West-Gehirnen verhaftet sind. Das Leipziger Beispiel mit dem Physik-Dozenten macht es doch absolut evident. Die Art und Weise, wie der “mögliche” spätere Prof. wenig enthusiastisch in tiefstem sächsischem Dialekt spricht, stellt sich als Realität gegenüber den krass überzeichneten “wessi-ost-asiatischen Studenten” dar. Die coolen Studies sind krass, crazy, cool und treffen auf eine spaßbefreite Zone an den ostdeutschen Unis. Kann und soll man die ostdeutschen Hochschulen mit der Bestätigung der vorhandenen Klischees bewerben?