Die Campus Spezialisten spezialisieren sich
Die Kampagne für die ostdeutschen Hochschulen findet größtenteils online statt, so z.B. auf diesem Blog und auch auf schülerVZ. Dort haben die Hochschulen neben den bekannten Profilen, die sie selbst erstellt haben, sogenannte Edelgruppen gegründet. In diesen Edelgruppen stellen die Studierenden ihre Hochschule dar und diskutieren mit interessierten Schülern – sie sind die „Campus Spezialisten.“

Copyright: Hochschulinitiative Neue Bundesländer
Am Samstag haben sich 59 hochmotivierte Studierende von nahezu allen ostdeutschen Hochschulen im berliner Sonnenschein getroffen und sich zu Campus Spezialisten spezialisieren lassen. Bei dieser Schulung, oder sollte man sagen Hochschulung, hat schülerVZ den Studenten die Besonderheiten der eigenen Plattform erklärt und sie auf die Moderation der Edelgruppen vorbereitet. Auch wir, das Team Fernost, waren da, haben die gesamte Kampagne in all ihren Aspekten präsentiert und die Gelegenheit genutzt, unser Blog vorzustellen.
Damit sind aus diesen Studierenden der Hochschulen zwischen Erzgebirge und Ostsee mit diesem Tag „Campus Spezialisten“ geworden, die auf schülerVZ der direkte Draht zwischen der jeweiligen Hochschule und den Schülern sein werden. Als Moderatoren der Edelgruppen sind sie eine kompetente Stimme im Netz, denn wer könnte besser von der Hochschule oder dem Studentenleben berichten als die Studenten, die in ostdeutschen Städten studieren und leben. Sollten komplexere Fragen aufkommen, haben die „Campus Spezialisten“ die richtigen Ansprechpartner an der Hand und können so beispielsweise den Kontakt zur Studienberatung herstellen.
Jeder Schüler der innerhalb des schülerVZ über unsere laute Kampagne gestolpert ist, kann sich vertrauensvoll an die Kompetenz vor Ort richten – die „Campus Spezialisten“. Auch hier werdet ihr mehr von und über die „Campus-Spezialisten“ hören.










Steht da etwa Christoph vor der Leinwand?! :p
Da ist es ja wieder, das schöne Konzept der “Campus-Spezialisten” über welches ich auch schon in meinem Blog berichtet hatte. Das wir uns nicht falsch verstehen: Ich persönlich halte die Arbeit für eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit - die allerdings auch entsprechend entlohnt werden sollte. Stattdessen gibt es schöne Worte und heiße Luft - klar, warum sollte man die Studenten auch dafür bezahlen, wenn sich immer ein Dummer findet der das Gleiche für lau macht?
Viele Grüße aus Chemnitz
@Chemnitzblog
Zu Deinem Kommentar hier und dem Bericht auf Deinem Blog: Unsere Kampagne bietet den Hochschulen eine Struktur an, innerhalb derer sie ihr Angebot gemeinsam mit den Campus Spezialisten darstellen können. Es soll nämlich Mitarbeiter und Studierende geben, denen ihre Hochschule am Herzen liegt. Du scheinst dagegen von einer zentralen Kommandostruktur auszugehen, bei der sich die zentralen Akteure schlicht ausbeuten lassen. Ein bisschen mehr Urteilsvermögen würde ich den Beteiligten an Deiner Stelle aber zugestehen. Bei allem Respekt vor Deiner Lust am Kritisieren wirkt das ansonsten doch etwas überheblich.
@Hans
Vielen Dank für deine prompte Reaktion. Auf den wichtigsten Punkt meiner Kritik gehst du leider gar nicht ein: Wie du mir sicher beipflichten wirst, ist die Aufgabe der “Campus-Spezialisten” eine sehr verantwortungsvolle und unter Umständen (wenn viele Anfragen gestellt werden) auch arbeitsintensive Tätigkeit. Immerhin bilden die ausgewählten Studierenden ein Bindeglied zwischen der Schülerseite und der Universität. Ich finde man kann sich schon fragen, warum die “hochmotivierten Studierenden” für ihre Tätigkeit nicht im Rahmen eines Studentenjobs entlohnt werden. Ehrenamt schön und gut, aber hier geht es um eine Kampagne die sage und schreibe 10 Millionen Euro (!) kostet (Quelle: DIE ZEIT). Arbeitet Scholz & Friends ehrenamtlich? Arbeitet Aperto ehrenamtlich? Arbeitet der Designer, der in viel mühevoller Handarbeit diese Webseite hier gestaltet hat, für umsonst? Und Gong & Dang? - Nein, denn sie alle wollen zum Abendessen etwas auf dem Teller haben. Die Kampagne wird von den Bildungs- und Forschungsministerien der Neuen Bundesländer getragen (genaues kann jeder im Impressum nachlesen) und ich finde, dass diese Institutionen auch eine moralische Verantwortung haben, ihre Mitarbeiter (und dazu gehören die geschulten Campus-Spezialisten zweifelsohne) sachgerecht zu entlohnen. Das könnte über die Hochschulen passieren (z.B. Ausschreibung als Hiwistelle) oder aus dem Budget der Kampagne. Meine Kritik richtet sich nicht gegen die engagierten Studenten, die sich gerne für ihre Uni engagieren, keineswegs! Aber ich finde, sie sollten die Wahl erhalten für eine Tätigkeit, die ganz offensichtlich im Rahmen einer finanzstarken Werbekampagne passiert, entlohnt zu werden oder (auf Wunsch) eben nicht.
@Chemnitzblog
Es stimmt schon das es schön wäre für die Tätigkeit als “Campus-Spezialist” bezahlt zu werden. Aber einige werden auch von ihrer Uni/FH im Rahmen des Hochschulmarketings als Hiwi oder Studentische Hilfskraft bezahlt. Leider aber nicht alle , was dazu führt das an der einen Hochschule 4-5 Spezialisten sind und an einer anderen nur 1-2. Dafür sind die Leute die mitmachen wirklich engagiert und stehen hinter der Kampagne und betrachten das nicht nur als einen Job.
sonnige Grüße aus Erfurt
@campus sezi erfurt
Das Thema intrinsische Motivation finden wir auch superwichtig… vielen Dank für den Hinweis!
@ chemnitzblog
Allgemein war ich auf Deine Frage eingegangen, als ich davon sprach, dass wir eine Struktur schaffen, derer sich die Hochschule bedienen können. Das war aber vielleicht etwas undeutlich. Grundsätzlich freuen wir uns über das Engagement der Hochschulen und der Campus Spezialisten, unabhängig davon wie die Zusammenarbeit vor Ort geregelt ist. Die “Finanzstärke” der Kampagne, von der Du angesichts des korrekten Zahl aus der “Zeit” sprichst, relativiert sich etwas, wenn man weiß, dass das ein Fünfjahresbudget ist - bleiben pro Jahr also zwei Millionen. Immer noch eine Menge Geld, allerdings keine exzessive Summe, die es erlauben würde, ohne die Mitarbeit der Hochschulen auszukommen. Denn das Budget lässt sich nicht sinnvoll durch 44 Hochschulen teilen, wenn man insgesamt eine Erfolg versprechende Sichtbarkeit erreichen möchte. Von dem Geld fließt natürlich dennoch einiges z.B. über Workshops und Wettbewerbe direkt oder indirekt an die Hochschulen zurück, ein (vergleichsweise geringer) Teil wird auch für klassische Werbung verwendet. Alles in allem kein Anlass zum Jammern, aber sicherlich ein Grund für straffe Budgetplanung.
Witzig witzig was ihr da oben schreibt - werden an den Hochschulen als Hiwis bezahlt- das die Hochschulen das illegaler weiße machen, da man keine Studentischen Hilfskräfte in der Verwaltung anstellen darf. Aber naja das ist leider hier im Osten noch Gang und Gebe das man an den Hochschulen ausgebeutet wird, das die Studentischen Hilfskräfte entgegen den Höchstrichterlichen Entscheidungen falsch bezahlt werden.
Ich finde zwei Dinge an eurer Kampagne sehr irritierend:
1. Ihr werbt mit Chinesen für Ostdeutschland? Ich habe einige Zeit gebraucht, um zu verstehen, dass ihr nicht für Ost-Asien werbt. War lange überzeugt, dass dieses Dresden in Sichuan liegt.
2. Jetzt bin ich auf diese Diskussion gestoßen und erfahre auch noch, dass ihr eine ähnliche Entlohnungspolitik wie im Reich der Mitte verfolgt. Pfui.
Beste Grüsse nach Fernost.
So ich als Campus Spezialist kann sagen, dass ich mich überhaupt nicht augebeutet oder so fühle. Es wurde von Anfang an gesagt, dass diese Arbeit Ehrenamtlich ist, so konnte jeder für sich entscheiden, ob er sich bewirbt oder nicht.
Ich bin stolz auf meine Uni und auf meinen Ort in dem ich lebe und ich vertrete gerne meine Ansichten, auch ohne Bezahlung.
Zweitens: Wenn man auf dem Logo der Kampagne einfach mal ganz unten ließt “Hochschulinitiative Neue Bundesländer” sollte man schon den Hintergrung verstehen, worum es hier geht.