Profs & Projekte Wenn Genuss zum Muss wird

Ein Bier zum Feierabend, ein Glas Wein mit der besten Freundin – Situationen wie diese kennen viele. Sie werden, wenn in Maßen genossen, einfach in die Kategorie „geselliger Abend“ eingeordnet. Doch ein Gelegenheitsbier kann auch schnell zur gefährlichen Routine werden. Denn das persönliche Risiko für eine Suchterkrankung hängt von vielen Faktoren ab.

Wenn der Griff zur Flasche zur Sucht wird...
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Wenn der Griff zur Flasche zur Sucht wird...

Diese zu ergründen ist Teil des Arbeitsgebietes von Gerhard Bühringer: Er ist Professor für Suchtforschung an der TU Dresden, der einzigen Professur zu diesem Thema für den Bereich Psychologie in Deutschland.

Aktuell forschen der 63-Jährige und seine Mitarbeiter an den möglichen Ursachen und der Behandlung von Suchterkrankungen. „Dabei interessiert uns besonders, welches die kritischen Phasen für die Entwicklung einer Sucht im Jugendalter sind“, so der Professor. Außerdem testen und evaluieren sie neue Maßnahmen und Strukturen für Therapien. Auch gehen sie der Frage nach, warum einige Alkoholabhängige nach der Behandlung wieder kontrolliert trinken können, während andere abstinent bleiben müssen, um keinen Rückfall zu erleiden.

Diesen Tatsachen und Phänomenen wissenschaftlich auf den Grund zu gehen, ist für Gerhard Bühringer eine spannende Herausforderung. „Wir sind in Lehre und Forschung sehr gut aufgestellt und arbeiten mit internationalen Spitzeninstituten zusammen“, erzählt der Professor. „So können wir das Thema interdisziplinär angehen – und das trägt sicherlich zum Erfolg unseres Institutes bei.“

Gerhard Bühringer, Diplom-Psychologe und Professor für Suchtforschung am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Technischen Universität Dresden

„Mich interessiert die wissenschaftliche Ergründung von Suchterkrankungen. Das heißt beispielsweise, warum bei gleicher Verfügbarkeit von Alkohol der Konsum für die eine Person problematisch ist und für eine andere nicht.“

Gerhard Bühringer, Diplom-Psychologe und Professor für Suchtforschung am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Technischen Universität Dresden

1 Kommentar

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    Maggi Schelsi 15.01.2012 18:26:04

    Ohne Titel

    Hi Ich finde voll krass das es nur einen Professor für Suchtforschung gibt dabei sind sooo viele Menschen Suchtkrank. Warum ist das so? Maggi

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