Profs & Projekte Von Tiegeln und Tuben: Neue Medikamente entwickeln

Auf der Suche nach neuen Arzneimitteln verbringt Reinhard Neubert viel Zeit im Labor. Hier ist er in seinem Element, denn der 61-Jährige entwickelt innovative Formulierungen und Rezepturen, mit denen er Menschen helfen kann. Reinhard Neubert ist Professor für Biopharmazie an der Universität Halle. Sein Forschungsgebiet: Arzneien.

Pickel? Herpes? Pilzinfektion? Prof. Neuberts Salben und Cremes helfen
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Pickel? Herpes? Pilzinfektion? Prof. Neuberts Salben und Cremes helfen

„Mein Steckenpferd ist die Herstellung von Arzneimitteln, die auf der Haut angewendet werden können“, sagt der Professor, „und das ist jeden Tag aufs Neue eine spannende Herausforderung für mich“. So entwickeln er und seine Studierenden beispielsweise Salben und Cremes, die bei bestimmten Hautkrankheiten wirken und weniger Nebenwirkungen aufweisen, als etwa Tabletten. Diese Forschungsrichtung nennt sich „Dermatopharmazie“ und ist in Deutschland in dieser Form einzigartig.

Eine Besonderheit ist die Kooperation mit den Dermatologen vor Ort: „Die Hautärzte beraten uns und sagen, wo noch Bedarf an neuen Medikamenten besteht und welche Wirkstoffe wir näher erforschen müssen. Auf dieser Basis können wir anwendungsnah unsere Formulierungen für diese Wirkstoffe entwickeln. Dadurch forschen wir nicht in den luftleeren Raum – das ist auch für die Studierenden enorm wichtig“, so Reinhard Neubert.

Was ihn an seinem Beruf besonders fasziniert? „Die Interdisziplinarität. Wir sind quasi das Scharnier zwischen den Naturwissenschaften Chemie, Physik, Biologie sowie Biochemie und den angewandten Wissenschaften, also der Medizin. Das macht es sehr abwechslungsreich.“

Reinhard Neubert, Professor für Biopharmazie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

„Als Pharmazeut befinde ich mich an der Schnittstelle zwischen Medizin und Naturwissenschaften. Dadurch ist meine Arbeit sehr interessant und mein Wissen in vielen Bereichen gefragt.“

Reinhard Neubert, Professor für Biopharmazie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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