Von Bergbau bis Computertechnik

Theoretische Debatten sind dir zu langweilig? Du bist eher praktisch veranlagt? Dann könnten die Ingenieurwissenschaften genau das Richtige für dich sein. Grundlagenforschung gibt es hier zwar auch, doch in erster Linie geht es um die praktische Umsetzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Deshalb solltest du in Sachen Physik, Mathe und Chemie nicht komplett auf dem Schlauch stehen. Die Ingenieurswissenschaften werden auch als angewandte Wissenschaften bezeichnet. Denn als Ingenieur löst du technische Probleme und optimierst zum Beispiel Produktionsverfahren. Mit diesen Fähigkeiten bist du überall gefragt – egal ob im Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder auch in neueren Disziplinen wie Umwelt- oder Verfahrenstechnik.

Ingenieurwissenschaften - Wissen zum Anwenden
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Ingenieurwissenschaften - Wissen zum Anwenden

Wer Ingenieurwissenschaften studiert, übersetzt Naturwissenschaften in die Praxis. Nach dem Studium wirst du zum technischen und wirtschaftlichen Fortschritt beitragen. Der ist in unserer technisierten Welt allgegenwärtig. Vom Auto über den Fernseher bis hin zum Computer: Hinter all diesen Dingen steckt Technik, die Ingenieure entwickelt haben. Im Beruf ist aber immer weniger der geniale Tüftler vom Typ Daniel Düsentrieb gefragt. Da Anlagen und Systeme immer komplexer werden, wirst du eher in einem Team aus Experten arbeiten. Dabei kommt es auf soziale Kompetenz und Konfliktfähigkeit an. Für den Weg zum Ingenieur musst du auf jeden Fall fit in Mathematik sein. Ingenieure wenden naturwissenschaftliches Wissen in der Praxis an. Je nach Studienrichtung konstruieren sie Kraftwerke oder bauen Satelliten. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien wird qualifizierter Nachwuchs gesucht.

Neben einem Grundverständnis für Technik solltest du ein Faible für Mathematik, Physik und Chemie mitbringen.

In der letzten Zeit werden im Studium aber auch nichttechnische Fächer immer wichtiger. Das liegt daran, dass immer mehr Ingenieure in den Bereichen Service und Beratung arbeiten. Außerdem kommt es beim Entwickeln von technischen Innovationen auch auf die Wirtschaftlichkeit an. Ingenieure haben eben immer die Praxis im Blick. Im Beruf ist oft Mobilität gefragt. So arbeiten zum Beispiel Bauingenieure oft dort, wo neue Straßen, Staudämme, Brücken oder Deiche entstehen.
Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig. In den meisten Fällen haben die Aufgaben im Job etwas mit dem Entwurf oder der Produktion und ihrer Organisation zu tun. Die Berufsaussichten sind je nach dem konkreten Studienfach und -schwerpunkt unterschiedlich. Die Einstellung von Architekten und Bauingenieure ist sehr stark von der Konjunktur abhängig. Gerade im Baubereich gibt es einen steten Wechsel von Boom- und Krisenphasen. Ingenieure anderer Fachrichtungen wie zum Beispiel Maschinenbauer haben hingegen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Besonders gefragt sind Wirtschaftsingenieure, die in Unternehmen sehr flexibel einsetzbar sind. Aufgrund ihres kaufmännischen und technischen Sachverstands können sie Produktionsabläufe optimieren.

Typische Fächer der Studienrichtung sind Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen, Fertigungswesen und Maschinenbau.

Zu letzterem gehören unter anderen Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik und Schiffbau. Weitere Fächer sind zum Beispiel Elektrotechnik, Architektur und Wirtschaftsingenieurwesen. Neuerdings werden sehr spezialisierte Studiengänge wie Entsorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung oder Getränketechnologie angeboten. Alle Studiengänge sind sehr klar strukturiert. Die Stundenpläne werden zum großen Teil vorgegeben. In den ersten Semestern werden vor allem Mathematik und Grundlagenwissen gelehrt.

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