Das ABC der Menschheit
Ob Philosophen, Historiker oder Kulturwissenschaftler – hier dreht sich alles um die großen Fragen der Menschheit: Gibt es einen freien Willen? Wie beeinflusst Sprache unser Denken? Oder ganz aktuell: Wie steht es um unsere Privatsphäre im Zeitalter von Facebook?
Um Antworten auf so bedeutsame Fragen zu finden, musst du jede Menge Bücher wälzen – Lesemuffel sollten ihre Fächerwahl also noch einmal überprüfen. Für einige Studiengänge sind bestimmte Sprachen notwendig. Nach der Vorlesung solltest du dir daher die Zeit für Fremdsprachen-Kurse nehmen. Mit einem Abschluss in der Tasche stehen dir viele Türen offen: von der Hochschulkarriere über den Journalismus bis hin zum Verlagswesen. Praktika während der Semesterferien erleichtern dir den Einstieg in deinen späteren Traumjob.

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- Geistes- und Sprachwissenschaften - der eigenen Neigung folgen
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Wer Geisteswissenschaften studiert folgt meist einer inneren Neigung. Du begeisterst dich für fremde Sprachen? Mit großer Leidenschaft beschäftigst du dich mit historischen Themen? Du möchtest fremde Kulturen verstehen lernen? Dann liegt ein geisteswissenschaftliches Studium nahe. Allerdings solltest du dir klar sein, dass es darin um die theoretische Auseinandersetzung geht. Ein Student der Musikwissenschaften spielt sicherlich privat ein Instrument – im Studium selbst wird das eigene Musizieren keine große Rolle spielen. Und ein Germanistikstudent schreibt im Studium auch keine Romane. Die wesentlichen Inhalte des Studiums sind Recherche und Vermittlung.
Für ein geisteswissenschaftliches Studium solltest du vor allem Spaß am Lesen mitbringen.
In jedem Semester musst du tausende Buchseiten verschlingen – von Primärtexten bis hin zu Fachliteratur. Das wird dir leichter fallen, wenn du gerne über den Tellerrand schaust und dich zum Beispiel für Geschichte interessierst. Die meisten Themen erschließen sich erst aus dem Kontext. Zum Beispiel lässt sich Literatur ohne ein Verständnis der historischen Rahmenbedingungen kaum interpretieren. Einmal Gelerntes solltest du also auch in einem fremden Sachgebiet anwenden können. Im Studium musst du dich immer wieder schnell in neue Themenbereiche einarbeiten. Die Ergebnisse wirst du dann in Referaten oder schriftlichen Arbeiten präsentieren. Hierfür brauchst du nicht nur sprachliche, sondern auch kommunikative Fähigkeiten.
Ein geisteswissenschaftliches Studium ist weniger auf ein bestimmtes berufliches Ziel ausgerichtet.
Das macht den Einstieg ins Berufsleben oft schwieriger als etwa für Ökonomen oder Ingenieure. Er gelingt Geisteswissenschaftlern aber meist innerhalb eines Jahres nach dem Studienabschluss. Die Berufsaussichten sind sehr unterschiedlich. Sie hängen neben dem jeweiligen Studienfach besonders von erworbenen Zusatzqualifkationen ab. Wer sich im Studium auf aussichtsreiche Bereiche spezialisiert, hat auf dem Arbeitsmarkt meist gute Karten. Förderlich ist auch die Wahl eines anwendungsorientierten Nebenfachs, zum Beispiel BWL. Darüber hinaus zählen vor allem praktische Erfahrungen. Oft sind ein Nebenjob während des Studiums oder ein Praktikum in den Semesterferien das Sprungbrett zum Traumjob. Der findet sich neben der Wissenschaft häufig in kulturellen Stiftungen oder Museen. Ein Großteil der Geisteswissenschaftler arbeitet in den Bereichen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Insbesondere Absolventen eines Fremdsprachenstudiums finden häufig einen Beruf im internationalen Umfeld oder als Übersetzer.
Typische Studienfächer sind Philologien wie Germanistik und Anglistik oder auch Skandinavistik, Slawistik oder Japanologie.
Klassische Geisteswissenschaften sind zum Beispiel Geschichte, Publizistik, Philosophie, Ethnologie, Musikwissenschaften und Kulturwissenschaften. Geisteswissenschaftliche Fächer sind meist interdisziplinär angelegt. Im Mittelpunkt des Studiums steht der menschliche Geist – also alles, was dieser an Gedanken und Handlungen hervorgebracht hat. Diese werden in erbrachten Kulturleistungen wie der Literatur, Malerei und Musik untersucht. Auch Massenmedien wie Zeitungen, das Fernsehen oder das Internet stehen im Mittelpunkt einzelner Lehrveranstaltungen.
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