Wahr oder falsch? Alle Ossis lieben FKK.
Das ist natürlich nicht die Wahrheit. Im Osten laufen nicht ständig und überall nackte Menschen herum. Und es gibt sowohl im Osten als auch im Westen Fans der Freikörperkultur.

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Die Wahrscheinlichkeit, Menschen im Adamskostüm zu treffen, ist im Osten allerdings tatsächlich höher als im Westen. Das liegt daran, dass die Bewohner der neuen Bundesländer ihre Freizügigkeit sichtbarer ausleben. Wenn sie sich nackt an einen See legen wollen, dann machen sie das einfach. Viele ehemalige DDR-Bürger begründen ihre Freikörperkultur mit der Idee, dass dies zum Abbau des geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens führe und das Freiheitsgefühl unterstreiche.
Eine SpiegelTV Reportage zeigt jetzt jedoch, dass der FKK-Jugend der Nachwuchs fehlt und es auch im Osten einen großen Mitgliederschwund gibt. Seit dem Mauerfall ist die Badehose auch bei den Ostdeutschen wieder in Mode gekommen. (Womöglich aufgrund ausgeklügelter Werbestrategien der Textilbranche.) So versucht der Bundesverband der fkk-jugend e.V. sowohl im Osten als auch Westen neue Mitglieder zu werben.
Fest steht: Es gibt in Deutschland keinen großen Unterschied mehr zwischen Ost und West, was FKK betrifft. Dafür gibt es ein klares Nord-Süd-Gefälle. Jonas Lüdke, Pressesprecher des fkk-jugend e.V., erklärt dazu: „Die Leute im Norden sind sehr offen. Im Süden herrscht eher die Meinung vor, dass es in bestimmten FKK-Bereichen okay ist, nackt zu sein – aber eben auch nur dort.“
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