• Sina Fitzner
  • 01. August 2011

Kleine Studententypologie Karrieretyp oder Selbstverwirklicher?

Auf dem Campus gibt es Planer und Alternative, Karrieretypen und Selbstverwirklicher. Welche Kommilitonen erwarten dich schon bald im Hörsaal – und welchen solltest du besser aus dem Weg gehen?

Wer davon sitzt bald neben dir im Hörsaal?
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Wer davon sitzt bald neben dir im Hörsaal?

Mindestens genauso wichtig wie die Frage, ob der Professor da vorne was drauf hat, ist die Frage, wer in der Vorlesung neben dir sitzt und mit wem du vielleicht schon bald dein erstes Referat vorbereiten musst. In unserer kleinen Einführung stellen wir die vier grundsätzlichen Typen vor, die dir demnächst auf dem Campus über den Weg laufen werden.

Der Planer

Immer bestens informiert: der Planer
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Immer bestens informiert: der Planer

Noch bevor sie die Immatrikulationsbestätigung in der Hand halten, wälzen sie Bücher, lernen Paragraphen, Vokabeln oder Formeln auswendig und schreiben Fachtermini jeglicher Art auf kleine Karteikärtchen. So entwickeln sie sich schnell zu Planern, den Blick immer konzentriert auf das Ziel gerichtet. Die jungen Wissbegierigen sind hellhörig und brauchen nur das richtige Stichwort, um ihr just Gelerntes direkt ins Gespräch einzubringen. Stoßen sie auf Gehör, holen sie gerne etwas weiter aus, denn die Einordnung in den größeren Kontext erscheint ihnen durchaus wichtig – auf Partys ein absoluter Knaller. Die Planer schaffen das Studium meist in der Regelstudienzeit und stöbern schon im ersten Semester gerne in den Stellenausschreibungen von Fachmagazinen.

Der Karrieretyp

Immer auf dem Weg nach oben: der Karrieretyp
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Immer auf dem Weg nach oben: der Karrieretyp

Deutschlands Zukunft liegt in ihren Händen: Die jungen, aufstrebenden Karrieremenschen zeigen Pisa den Vogel und nehmen auf der Karriereleiter gleich zwei Stufen auf einmal. Ihr Lebenslauf kann mit dem Lineal nachgezogen werden, so geradlinig verläuft er. Bei ihrem Notendurchschnitt hat sich die Eins vor dem Komma als Konstante eingenistet und jeder Neuerfolg wird mit dem Satz „ich dachte, ich wäre durchgefallen“ kommentiert. Sie absolvieren Pflichtpraktika in namhaften Unternehmen und schieben anschließend noch ein freiwilliges Schnupperpraktikum hinterher. Sie wissen: Networking ist heutzutage das A und O. Der Karrieretyp weiß, welche Verantwortung auf seinen Schultern liegt und so schreckt er auch mit Anfang zwanzig nicht davor zurück, heute schon an morgen zu denken. Wo er sich in fünf Jahren sieht? – In der Führungsetage eines Großunternehmens.

Der Alternative

Immer am Limit: der Alternative
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Immer am Limit: der Alternative

Sie haben es schwer in Zeiten der Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Alternativen hängen immer ein bisschen zwischen den Stühlen und fühlen sich durch straffe Stundenpläne in ihrer Freiheit eingeschränkt. Sie sind so vielseitig interessiert, aufgeschlossen und probierfreudig, dass sie sich nur schwer für eine Fachrichtung entscheiden können. Ach, wären sie doch nur in den Sechzigern aufgewachsen, als das Studium neben der Berufs-, auch noch der Persönlichkeitsfindung galt und Zeit noch nicht ausschließlich Geld war. Für die Zukunft wünschen sich die Alternativen einen sicheren Job, können aber momentan echt noch nicht sagen, in welche Richtung es sie verschlagen wird.

Der Selbstverwirklicher

Immer auf der Sonnenseite: der Selbstverwirklicher
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Immer auf der Sonnenseite: der Selbstverwirklicher

Schon nach der ersten Woche kennen sie den Campus in- und auswendig. Sie wissen, wo es den besten Kaffee gibt und wo die meisten Sonnenstunden. Selbstverwirklicher sind offen und grüßen schon nach wenigen Tagen so viele Leute, wie andere nicht nach zwölf Jahren Schule. Das Studium ist für sie hauptsächlich ein großes Abenteuer, die akademische Viertelstunde legen sie unkonventionell aus, und wenn die Vorlesung mit dem Besuch am See kollidiert, liegen die Prioritäten klar auf letzterem. Selbstverwirklicher sind Organisationstalente und finden neben all den neuen sozialen Verpflichtungen auch immer wieder Zeit, Lerngruppen und Diskussionsabende zu besuchen. Was nach dem Studium kommt? Das ist doch Zukunftsmusik. Aber vielleicht irgendwas mit Medien.

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