Richtig bewerben Ein Spaziergang durch den Bewerbungsdschungel
Endlich Abi – auf diesen Moment hatte ich 13 Jahre lang gewartet. Nach der Zeugnisvergabe fuhr unser kompletter Jahrgang erst mal auf Abifahrt nach Kroatien. Nach so viel Stress hatten wir uns alle eine kleine Auszeit verdient! Leider hielt diese Sorglosigkeit nicht allzu lange an. Viel zu schnell kam die Frage auf „Und was studierst du“? Gezwungenermaßen fing auch ich langsam an, mich mit dem Bewerben auseinanderzusetzen.

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- „Beachten Sie dazu Anlage 8a.“ So wird der Bewerbungsdschungel zum Spaziergang.
Bewerbungsfrist 15. Juli hier, NC 1,5 da. Und wo bekomme ich jetzt eine beglaubigte Kopie meines Abi-Zeugnisses her? Mein Schnitt ist mit 2,2 gar nicht so schlecht. Für Psychologie, was ich eigentlich studieren wollte, reichte das aber nicht aus. Wartesemester einzulegen kam für mich nicht in Frage. Bei besonders begehrten Studiengängen wie Medizin, Pharmazie oder Psychologie bieten viele Hochschulen am Ende für ihre restlichen freien Studienplätze ein Losverfahren an. Das kann oft die letzte Möglichkeit sein, noch in einen Studiengang mit aufgenommen zu werden. Mir hatte eine Studienberaterin empfohlen, sich mehrfach zu bewerben. Je mehr Bewerbungen, desto größer die Chance auf einen Studienplatz. Das liegt schlichtweg daran, dass sich die Zulassungsbedingungen von Ort zu Ort unterscheiden. Um sicherzugehen, sollte man sich unbedingt über den örtlichen NC der einzelnen Hochschulen informieren, da jede ihre eigenen Zulassungsbeschränkungen festlegt. Im Nachhinein würde ich mir wünschen, dass ich mich schon früher über die Fristen informiert hätte, da ich einige verpasst habe.

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- 15. Juli? 30. August? Welche Frist ist verbindlich?
Als Alternative zum Psychologiestudium hatte ich Medienwissenschaften ins Auge gefasst. Ich entschied mich für Bewerbungen in Tübingen, Ilmenau und Potsdam. Am Anfang war ich etwas irritiert vom Online-Bewerbungsverfahren, das die meisten Hochschulen mittlerweile anbieten. Allerdings sind die Formulare recht selbsterklärend. Wenn irgendwelche grundlegenden Angaben fehlen, wird das in den Bewerbungsformularen rot angezeigt.
Also alles halb so schlimm? Wenn man sich rechtzeitig auf die Bewerbung vorbereitet und sich mit den Auswahlkriterien auseinandersetzt, hat man auf jeden Fall bessere Chancen auf den Wunschstudienplatz. Und auch wenn man von den Formularen, Fristen und Ausnahmeregelungen manchmal etwas erschlagen wird, ist das Ganze zum Glück kein Hexenwerk.
Um die Hälfte aller Bachelor-Studiengänge muss man sich bewerben. Die Kriterien legen die Hochschulen größtenteils selbst fest. Nur die Plätze in Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie werden zentral über den Hochschulstart vergeben.
Studieren in Fernost
Hochschulinitiative Neue Bundesländer