Campus Spezialisten Schlagabtausch Großstadtdschungel oder Kleinstadtoase?
Viel Lärm und Tumult der Großstadt gegen die Ruhe der Kleinstadt – wo lässt es sich als Student besser leben und lernen? Kulturelle Vielfalt gegen schnöde Einöde? Oder Krach und Lärm gegen ländliche Idylle? Wir haben nachgefragt.

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- Der Schlagabtausch kann beginnen – Ring frei!
Caroline (25) studiert Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Leipzig, Tino (21) Medienmanagement an der Hochschule Mittweida. Eine halbe Million Einwohner treten gegen 15.000 an.
Runde 1.
Wo gibt es die besseren Freizeitbeschäftigungen – in der Kleinstadt oder in der Metropole?
Tino: Ich würde gar nicht von besseren, sondern von anderen Freizeitbeschäftigungen sprechen. In der Kleinstadt hat man einfach mehr Natur, man kommt schneller mal raus aus der Stadt und kann zum Beispiel Rad fahren, an den See gehen oder in der freien Natur grillen.
Caroline: In Leipzig kann man auch in der Stadt die komplette Bandbreite an Freizeitbeschäftigungen haben. Auch in der Großstadt gibt es grüne Ruheoasen, in die man sich zurückziehen kann. Trotzdem sind zig Discos, Kinos und Clubs direkt um die Ecke. Hier kann mal also alles haben.
Runde 2.
Zu den Klischees: Lieber die Anonymität der Großstadt oder das Jeder-kennt-jeden-Gefühl der Kleinstadt?
Caroline: An sich mag ich das Jeder-kennt-jeden-Gefühl lieber, aber manchmal ist man einfach nicht so in der Stimmung, ständig Leute zu treffen. Da hat man in Leipzig gut die Möglichkeit, den Leuten auch einfach aus dem Weg zu gehen.
Tino: Also ich möchte auf jeden Fall das Jeder-kennt-jeden-Gefühl haben. Schon alleine auf dem Weg zur Hochschule trifft man immer viele Leute, die man sonst vielleicht nicht so häufig sieht, und kann sich kurz mit ihnen unterhalten. In so einer kleinen Stadt wie Mittweida bilden sich außerdem schneller sehr enge Freundeskreise. Dazu kommt natürlich, dass man wesentlich kürzere Wege zu seinen Freunden hat.
Runde 3.
Und wer steht finanziell besser da?
Tino: Auf jeden Fall die Kleinstadt. Die Mieten sind billiger und es ist sehr einfach, eine passende Wohnung zu finden. Es gibt zwar weniger Clubs, dafür aber mehr WG-Partys, die in der Regel viel billiger sind. Außerdem ist man oft gezwungen, selber zu kochen, weil es nicht so viele Fast Food-Restaurants gibt. Das schont auch den Geldbeutel.
Caroline: Das stimmt schon grundsätzlich. Aber Leipzig ist da einfach ein Sonderfall: Man kann in Leipzig unheimlich günstig wohnen, und auch das Weggehen ist hier billiger, als in anderen deutschen Großstädten. Allerdings besteht hier schon die Gefahr, dass man gerade zu Beginn des Studiums durch die vielen Möglichkeiten mehr Geld ausgibt.
Runde 4.
Noch einmal zusammenfassend betrachtet: Was ist eurer Meinung nach der größte Vorteil vom Leben in der Groß- bzw. Kleinstadt?
Caroline: Ich denke, der größte Vorteil der Großstadt ist, dass sie alles bietet. Leipzig hat den Charme einer Kleinstadt und trotzdem alle Möglichkeiten einer Großstadt. Ich bin einfach ein Stadtkind und brauche diese große Auswahl an Freizeitaktivitäten und beruflichen Möglichkeiten.
Tino: Insgesamt hängt die Entscheidung vom Leben in der Großstadt oder Kleinstadt von einem selbst ab. Allgemein finde ich aber, dass die Kleinstadt eine bessere Studiensituation bietet: Man hat mehr Ruhe zum Lernen. Außerdem hat man oft an kleineren Hochschulen, wie sie meistens in Kleinstädten vorzufinden sind, auch einen engeren Kontakt zu den Professoren und kann sich so viel besser Feedback einholen.
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