Erfolgreich studieren im Osten Deutschlands Ein Plädoyer
„Welcher Beruf passt zu mir? Mit welchem Studium finde ich später einen guten Job? Und welche Hochschule können Sie mir empfehlen?“ Als Lehrer/-in oder Berufsberater/-in ist Ihre Einschätzung besonders gefragt. Viele Jugendliche wissen noch nicht, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen sollen und welche Möglichkeiten ihnen offen stehen.

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An ein Studium in den neuen Bundesländern denken dabei nur wenige westdeutsche Studieninteressierte. Nach über zwanzig Jahren Deutscher Einheit bestimmen noch immer Klischees das Bild vom Osten. Dass Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern für viele offenbar sehr fern liegen, hat die Wissenschafts- bzw. Kultusministerien der fünf neuen Bundesländer dazu bewogen, „Studieren in Fernost“ ins Leben zu rufen. Denn in Ostdeutschland studiert man nachweislich besser. Wir haben die sechs wichtigsten Gründe dafür zusammengefasst.
Aber machen Sie sich doch am besten selbst ein Bild, und besuchen Sie den vermeintlich fernen Osten Deutschlands mit ihren Schülerinnen und Schülern auf einer Klassenreise.
1. Grund: Moderne Ausstattung
Das Centrum für Hochschulentwicklung veröffentlicht seit 1998 regelmäßig das wohl bekannteste Hochschulranking. Beim aktuellen Ausstattungsvergleich können westdeutsche Hochschulen bei weitem nicht mit dem Osten mithalten. Alle vorderen Plätze gehen an die fünf neuen Bundesländer.
2. Grund: Sehr gute Betreuung
Im Rahmen des Studienqualitätsmonitors wurden Studierende in ganz Deutschland zu Studienbedingungen und der Studienqualität an ihren Hochschulen befragt. Die Zahlen sprechen für Fernost. Im aktuellen Hauptbericht bewerten beispielsweise 83 Prozent der Studierenden in den neuen Bundesländern die Erreichbarkeit der Lehrenden (in Sprechstunden) als gut bis sehr gut. Nur 75 Prozent der Studierenden an westdeutschen Hochschulen sagen das Gleiche von ihren Lehrenden.
3. Grund: Starke Forschung
„In den letzten 20 Jahren ist in den Neuen Ländern eine blühende Wissenschafts- und Innovationslandschaft gewachsen, die weit über die Landesgrenzen hinaus strahlt“, sagt Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Im Osten gibt es eine hervorragende Vernetzung von Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Unternehmen – insbesondere in innovativen Branchen wie der Optoelektronik, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Gesundheitswirtschaft und der Biotechnologie.
4. Grund: Hohe Lehrqualität
Die Lehrqualität wird beim Studienqualitätsmonitor von Studierenden anhand von mehreren Aspekten bewertet. Dazu zählen unter anderem die Vorbereitung der Lehrenden auf die Veranstaltungen, das Engagement der Lehrenden bei der Stoffvermittlung und die Präsentation des Lehrstoffs. In allen Punkten schneidet die Lehre an ostdeutschen Hochschulen besser ab als die in den alten Bundesländern.
5. Grund: Gute Service- und Beratungsleistung
An den Hochschulen im Osten sind 14 Prozent mehr Studierende zufrieden mit den Service- und Beratungsleistungen, als das an westdeutschen Hochschulen der Fall ist. Das geht ebenfalls aus der repräsentativen Umfrage des Studienqualitätsmonitors der HIS (Hochschul-Informations-System GmbH) hervor.
6. Grund: Niedrige Lebenshaltungskosten
Dass das Studium in den neuen Bundesländern günstiger ist als im Westen, liegt vor allem an den niedrigeren Lebenshaltungskosten. Auf Unicum.de, einem Portal für Abiturienten, Studenten und Absolventen, werden die Lebenshaltungskosten aller 16 deutschen Bundesländer unter die Lupe genommen. Hochschulstandorte wie Ilmenau, Jena und Freiberg rangieren auf den oberen Plätzen der günstigsten Städte. Beispiel Miete: Die durchschnittlichen Mietkosten belaufen sich im Osten auf 238 Euro monatlich, in den alten Ländern auf 291 Euro. Und: In keinem der fünf neuen Bundesländer werden allgemeine Studiengebühren erhoben.
Studieren in Fernost
Hochschulinitiative Neue Bundesländer
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