„Hilfe, mein Kind wird Ossi!“ Warum der „ferne Osten“ Deutschlands näher ist als gedacht
„Wird meine Tochter einen Studienplatz ergattern? An einer Hochschule, in der sie nicht in der Masse untergeht und ihr Professor Zeit für persönliche Betreuung findet?“ Es gibt nur wenige Menschen, die sich mehr Sorgen machen als Eltern. Und das ist auch gut so. Schließlich geht es um Kinder, Jugendliche und irgendwann natürlich auch junge Erwachsene, deren Zukunft noch alle Chancen und Risiken birgt. Wenn Ihr Kind dann auch noch den Wunsch äußert zu studieren, ist die Freude groß. Aber muss es denn im Osten sein?

- Zoom
- © Maria Vaorin / photocase.com
Muss nicht, aber sollte. Wir möchten Ihnen die vielen Möglichkeiten und Vorteile eines Studiums in den neuen Bundesländern vorstellen. Für konkrete Fragen rund um einzelne Hochschulen und Studienrichtungen stehen Ihnen und Ihren Kindern darüber hinaus „Campus Spezialisten“ zur Verfügung. Das sind Studenten aus ganz Deutschland, die im Osten studieren und sich freiwillig als Botschafter ihrer Hochschulen engagieren, damit der vermeintlich ferne Osten bald so vertraut ist, dass die Kampagne „Studieren in Fernost“ irgendwann überflüssig wird.
Grundsätzlich gilt: Wer im Osten studiert, ist eher zufrieden mit der Lehre, Betreuung und Beratung wie auch mit der Ausstattung an seiner Hochschule – so zumindest die einschlägigen Studien des Hochschulinformationssystems (HIS) bzw. des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Und günstiger lebt es sich oft außerdem. Allgemeine Studiengebühren gibt es übrigens in keinem der fünf neuen Bundesländer.
Was nichts kostet, ist nichts wert? Die Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen sehen das anders: Gerade bei wirtschaftsnahen Fächern wie Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik sind die ostdeutschen Universitäten in einem entsprechenden Ranking sogar überrepräsentiert. Frei sind Studienplätze in Ostdeutschland schließlich in erster Linie aufgrund der demografischen Entwicklung vor Ort, nicht wegen der Hochschulen, die seit der Wende systematisch auf- und ausgebaut werden.
Bleibt das Thema Distanz. Falls Sie im tiefsten Westen oder Süden der Republik wohnen, können wir daran wenig ändern. Wir empfehlen aber Reisen von der Ostsee über die Hauptstadt bis in die Sächsische Schweiz. Schließlich ist das ganze Leben und besonders das Studium eine Reise. Und Liebe wächst bekanntlich mit der Entfernung.
Wer dennoch nicht die Katze im Sack kaufen will: Neben der Internet-Recherche und den Campus Spezialisten bieten Campus Days die beste Gelegenheit, die Hochschulen einmal persönlich kennenzulernen, mit Dozenten und Studierenden ins Gespräch zu kommen und Vorurteile gegenüber dem Osten auf den Prüfstand zu stellen.
Studien und Rankings
- access KellyOCG Hochschulranking 2010 (PDF, 4893 KB)
- HIS-Studie (2008) zur Studienqualität in Ost- und Westdeutschland (PDF, 483 KB)
- Pressemitteilung des BMBF zum "Innovationsatlas Ost 2010 - ideenreich.zukunftssicher"
- CHE-Auswertung zur Sachausstattung der Hochschulen
- Übersicht zu Lebenshaltungskosten auf UNICUM.de
Studieren in Fernost
Hochschulinitiative Neue Bundesländer
0 Kommentare