Campus Fernost Fakten
Wie fern ist der Osten wirklich? Fest steht, dass sich noch immer viele Schüler aus Köln, Augsburg und Wuppertal nicht vorstellen können, nach dem Abi in die neuen Bundesländern (die ja gar nicht mehr so neu sind) zu gehen.
Wie lebt es sich in Leipzig, Eberswalde und Wismar? Wo liegt das überhaupt? Warum lohnt es sich, dort zu studieren? All das und vieles mehr möchte „Studieren in Fernost“ vermitteln.

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- "Im Osten geht die Sonne auf!"
- © Hochschulinitiative Neue Bundesländer
Zum Hintergrund – Abiturienten gesucht
Mit einer länderübergreifenden Kampagne über einen Zeitraum von fünf Jahren wollen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bundesweit auf ihr Hochschulangebot aufmerksam machen. Das Angebot richtet sich vor allem an studierwillige Schülerinnen und Schüler in den westlichen Bundesländern.
Die Grundlage: der Hochschulpakt 2020
Im Juni 2007 haben Bund und Länder die erste Programmphase des Hochschulpakts 2020 (2007 bis 2010) beschlossen. Ziel des Hochschulpakts 2020 ist es, bei einer bundesweit insgesamt stark ansteigenden Zahl von Schulabgängern mit Hochschulzugangsberechtigung weiterhin jedem, der dies wünscht, einen qualitativ hochwertigen Studienplatz anzubieten.
Entlastung der westdeutschen Flächenländer
Bei genauerer Betrachtung zeichnet sich allerdings ein regional sehr unterschiedliches Bild ab: Während in den westdeutschen Flächenländern und den Stadtstaaten geburtenstarke Jahrgänge und die Verkürzung der Schulzeit zu einer sprunghaft steigenden Nachfrage nach Studienplätzen führen, bleiben in den neuen Ländern aufgrund des Geburtenknicks nach der Wende viele Studienplätze leer. Nichtsdestotrotz haben sich die neuen Länder verpflichtet, die Zahl der Studienanfängerplätze auf dem Niveau des Jahres 2005 zu erhalten und damit deutlich mehr Studienanfängerplätze vorzuhalten, als es ihre eigene demografische Entwicklung erfordert. Sie schaffen so die Voraussetzung die westdeutschen Flächenländer und die Stadtstaaten, die unter erheblichen Anstrengungen eine Vielzahl zusätzlicher Studienplätze einrichten, zu entlasten.
Studienanfängerplätze vorzuhalten reicht aber alleine nicht aus. Damit diese Studienanfängerplätze auch tatsächlich besetzt werden , haben die ostdeutschen Wissenschaftsministerien die Kampagne "Studieren in Fernost" ins Leben gerufen.
Die zweite Programmphase
Auch in der mittlerweile angelaufenen zweiten Programmphase des Hochschulpakts 2020 von 2011 bis 2015 haben sich die neuen Länder verpflichtet, ihre Studienanfängerplätze weitgehend auf dem Niveau von 2005 aufrecht zu erhalten, um wie bisher ihren Beitrag zum gesamtstaatlichen Ziel, bundesweit jedem Hochschulzugangsberechtigtem, der dies wünscht, einen qualitativ hochwertigen Studienplatz anzubieten, zu leisten.
Eine vorläufige Bilanz
Die neuen Länder und ihre Hochschulen haben 2010 ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Verpflichtung aus der ersten Programmphase des Hochschulpakts 2020 wurde nicht nur erfüllt, es wurden insgesamt sogar 25.811 Studienanfänger im ersten Hochschulsemester mehr immatrikuliert.
Die Vorteile eines Studiums an einer der 44 beteiligten ostdeutschen Hochschulen sprechen sich auch in den westdeutschen Flächenländern und den Stadtstaaten herum. Der Anteil von Studienanfängern im ersten Hochschulsemester, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in den Westdeutschen Flächenländern bzw. den Stadtstaaten erworben haben, ist vom Wintersemester 2009/2010 zum Wintersemester 2010/2011 nach vorläufigen Berechnungen der amtlichen Statistik um durchschnittlich 5,4 Prozentpunkte gestiegen. Ein Trend, der sich wahrscheinlich fortschreibt. Eine Umfrage der Hochschulinitiative Neue Bundesländer bestätigt, dass die ostdeutschen Hochschulen immer beliebter werden.
Studieren in Fernost
Hochschulinitiative Neue Bundesländer
